Der Wintertransfermarkt hat sich für den FC Bayern München bescheiden ausgenommen. Verpflichtet wurde lediglich Alphonso Davies. Und dieser Deal steht bereits seit Monaten fest. Auf der Abgabe-Seite sieht es ähnlich mau aus: Lediglich Sandro Wagner hat den Verein in Richtung China verlassen. Ansonsten sind alle Spieler geblieben – und damit auch die erkennbar unzufriedenen, zu denen Wagner nicht einmal gehörte.

Im Prinzip wäre dies alles nicht weiter bemerkenswert, wenn die Münchner sportlich in der Spur wären und nicht zudem lautstark andere Dinge angekündigt hätten. Wie beispielsweise die „Bild“ anmerkt, haben die Verantwortlichen aber ganz anders gesprochen. Zudem liegt der Rekordmeister immer noch sechs Zähler hinter dem BVB in der Tabelle.

Zwei Stars sollten eigentlich kommen

Es ist offenes Geheimnis, dass der FC Bayern zwei Stars verpflichten wollte. Kommen sollte erstens Lucas Hernandez von Atletico Madrid. Die Münchner schienen sogar bereit zu sein, die festgeschriebene Ablöse (80 Millionen Euro) zu zahlen. Karl-Heinz Rummenigge schwärmte zudem von seinem guten Verhältnis zu den Atletico-Bossen. Passiert ist jedoch nichts.

Ähnlich sah es bei der zweiten Personalie aus: Callum Hudson-Odoi, der auserkorene Heilsbringer im Sturm, der für den FC Chelsea bislang ganze 61 Minuten Premier League spielte, durfte die Blues nicht verlassen. Der englische Verein setzte sich in dieser Frage durch. Den Bayern fehlten offenbar die richtigen Argumente, um die Blues zu überzeugen.

So gilt am Ende des Winter-Transfermarkts: Außer vieler großer Worte der Bayern ist nichts passiert. Keine der erkennbaren Schwachstellen im Kader wurde angegangen. Und durch den Abgang Sandro Wagners müssen die Münchner die Rückrunde sogar ohne Backup für Robert Lewandowski bestreiten.

Das Urteil über die Bayern fällt in der Rückrunde

Trotzdem ist es zu früh, um zu urteilen, die Bayern hätten auf dem Transfermarkt versagt. Dieses Urteil fällt in der Rückrunde. Beendet der Rekordmeister diese Saison ohne Titel, ist die Sache klar. Haben die Bayern jedoch Erfolg, so haben sie alles richtig gemacht. Derzeit erscheint freilich die andere Variante als deutlich wahrscheinlicher.

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